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Wordpress

Kein anderes Content-Management-System (CMS) hat in den letzten Jahren einen derart starken Aufschwung erfahren, wie WordPress. Kein Wunder, eine extrem “hausfrauenfreundliche” Bedienbarkeit definiert den Begriff “Autodidaktisches Lernen” aufs Neue. Geschuldet ist dieser Umstand nicht zuletzt dem raschen Einzug in die kostenlosen Softwarepakete vieler Provider, verbunden mit einer OneClick & Install Option. Was nun, wenn wir mit unserem Blog einmal Umziehen möchten ?

Je anwenderfreudlich und bequemer die Nutzung von WordPress wird, desto umfangreicher müssen die technologischen Rafinessen dahinter gestaltet werden. Das Administrationswerkzeug des Blog-CMS kann sich mittlerweile sehen lassen und verbraucht für dessen Betrieb die meisten Systemressourcen. Mächtige Ajax-Scripte (Asynchronous JavaScript and XML) gewährleisten eine unkomplizierte interaktive Bedienung und ermöglichen so ein entspanntes Arbeiten. Doch was nun, wenn ich mein mit Plugins- und Mediendaten gespicktes WordPress 1:1 umziehen lassen will? Wir zeigen wie es geht.

Schritt 1 – Technische Anforderungen des Zielservers prüfen

Für einen erfolgreichen Umzug sollte ihr “neuer” Server für WordPress folgende Spezifikationen aufweisen:

  • der freie Webspace sollte mind. 25MB groß sein zzgl. der Größe ihrer Mediathek (/wp-content/uploads/) und Ihrer Plugins (/wp-content/plugins/)
  • der Server benötigt mind. eine MySQL-Datenbank (ab Version 4.1.2)
  • der Server benötigt einen FTP-Zugang
  • Zugang über ein externes Datenbanktool oder die Nutzung von PHPMyAdmin sollte möglich sein (Wenn eine Datenbank vorhanden ist, bietet ihr Provider mind. eine der beiden Möglichkeiten automatisch an)
  • der Server benötigt PHP Version ab 4.3
  • der Server unterstützt ModRewrite (optional)

Üblicherweise lassen sich alle diese Informationen bei ihrem bestellten Webpaket im Loginbereich ihres Providers finden oder direkt bei diesem erfragen.

Schritt 2 – Alte Daten einpacken und sichern

Wenn der neue Server den Anforderungen für WordPress entspricht, kann die Datensicherung beginnen.

  • Laden sie mit einem FTP-Programm ihr komplettes WordPressverzeichnis herunter. Hierfür können sie zum Beispiel das kostenlose Programm Filezilla nutzen. Die FTP-Zugangsdaten entnehmen sie ihrem Webpaket im Loginbereich ihres Providers.
  • Exportieren sie nun ihre gesamte WordPressdatenbank. Erstellen sie hierzu einen Datenbankdump bzw. nutzen sie die Exportfunktion von PHPMyAdmin oder eines externen Datenbanktools (empfohlen), wie beispielsweise HeidiSQL (PC) oder jHeidi (MAC). Die MySQL-Adresse und die nötigen Zugangsdaten sollte gleichfalls ihr Provider bereitstellen. Exportieren sie die Datenbank als *.SQL. Je nach Serverkonfiguration kann PHPMyAdmin beim Export von großen Datenmengen einen Timeout erzeugen. In diesem Falle können sie als Onlinetool den MySQL-Dumper auf ihrem Server installieren und nutzen.

Wenn alles richtig funktioniert hat, sind sie nun stolzer Besitzer eines kompletten WordPressverzeichnisses und einer Datenbankdatei, welche sich optimaler Weise auf ihrem Rechner befinden sollte.

Schritt 3 – WordPress auf den neuen Server laden

Sie ahnen es schon, um ihre Seite auf den neuen Server zu laden, führen wir die gleichen Schritte nur umgekehrt durch, mit einem Zusatz.

  • Erstellen sie zuerst eine Datenbank auf ihrem neuen Server, wenn noch keine eingerichtet wurde. Neben der MySQL-Adresse erhalten sie somit ihre Zugangsdaten für diese Datenbank. Sollte schon eine voreingestellt sein, erhalten sie die nötigen Zugangsdaten im Loginbereich ihres Providers.
  • Importieren sie ihre gesamte WordPressdatenbank aus ihrer SQL-Datei. Nutzen sie wenn möglich für den Import das gleiche Programm wie für den Export. Sollte dieses nicht möglich sein, ist das auch kein Problem.
  • Laden sie nun via FTP-Programm ihr gesamtes Verzeichnis auf ihren neuen Server. Vorzugsweise in die gleiche Verzeichnistiefe in der es auf dem ursprünglichen Server lag. www.beispieldomain.de/ oder www.beispieldomain.de/xyz/.

Beim Import der Datenbank kann es zu verschiedenen Fehlern kommen. Der Häufigste ist der, das ihre Datenbanksicherung noch einen Verweis auf ihre alte Datenbank besitzt. Der Import findet in zwei Schritten statt, dem Öffnen der SQL-Datei und dem Ausführen der SQL-Datei. Nach dem Öffnen und vor dem Ausführen kann der Quelltext der SQL-Datei direkt eingesehen werden und der alte Datenbankname in folgender, in diesem Bsp. releativ weit oben zu findenden, Zeile ersetzt werden:

CREATE DATABASE `db6666` DEFAULT CHARACTER SET latin1 COLLATE latin1_swedish_ci; USE `db6666`;

In diesem Beispiel müßte der Datenbankname db6666 mit dem Namen der neuen Datenbank ersetzt werden. Sie können auch vor den Import der SQL-Datei diese in einem Texteditor bearbeiten. Sollte alles richtig funktioniert haben, liegt ihr gesamtes WordPress wieder in seinem ursprünglichen Verzeichnis, nur auf einem anderen Server. Darüber hinaus sind alle Datenbanktabellen von WordPress in ihrer neuen Datenbank erstellt und mit Inhalten gefüllt worden.

Schritt 4 – Konfigurierung der WordPressanwendung

Nun beginnt die Stunde der Wahrheit. Da sich nun eine Menge an Zugriffsdaten geändert haben, muß einiges an WordPress nachgebessert werden:

  • In der wp-config.php – Datei im Hauptverzeichnis von WordPress müssen die Zugangsdaten für die Datenbank aktualisiert werden. Diese können sie mit einem Texteditor bearbeiten
  • Sollte im Stammverzeichnis ihres Serves keine .htaccess Datei liegen, erstellen Sie bitte mit einem Texteditor eine Datei mit diesem Namen und fügen sie folgenden Code ein. Dannach laden sie diese Datei in ihr Stammverzeichnis:
    
    RewriteEngine On
    RewriteBase /
    RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
    RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
    RewriteRule . /index.php [L]
    

  • Abschließend loggen sie sich bitte im Adminbereich von WordPress ein und ändern unter “Einstellungen” >> “Allgemein” die URL der WordPress-Adresse und der Blog-Adresse.

Sollte WordPress noch nicht einwandfrei funktionieren, sollten die Schreibrechte (CHMOD) des neuen WordPressverzeichnisses überprüft und ggf. neu gesetzt werden. Gratulation, nun sollte ihr WordPress-Blog auf ihrem neuen Server angekommen sein und wie gewohnt funktionieren.

Euer Frontpix-Team

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